Die Ausstellung an Bord der MS Wissenschaft ist eröffnet!

© Ilja C. Hendel / Wissenschaft im Dialog
07. Mai 2026

von Simon Esser


Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2026 – Medizin der Zukunft hat das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft heute in Berlin seine Tour durch 36 Städte in Deutschland, Polen und Österreich gestartet. Die interaktive Ausstellung zeigt, wie Forschende mit ihren Ideen und ihrer Arbeit schon heute die Medizin von morgen gestalten.


„Hier auf der MS Wissenschaft wird Zuversicht greifbar“, sagt Bundesministerin Dorothee Bär. „Wir wollen dazu beitragen, dass bisher unheilbare Krankheiten geheilt werden können.“ Die Ausstellung sei eine Entdeckungsreise, genau wie die Wissenschaft selbst, betont Bär: „Gesundheit geht uns alle an. Wissenschaft kann jeder und jedem von uns helfen. Deswegen ist das eine abenteuerliche und fantastische Entdeckungsfahrt: eine interaktive Reise in die Medizin der Zukunft.“

„Wissenschaft ist ein Erlebnis,” sagt Walter Rosenthal, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und Mediziner. „Die Exponate vermitteln gut, was Wissenschaft heute leistet.“ Er sagt: „Entscheidend ist, dass wir alltagsnah wissenschaftliche Inhalte vermitteln und Wissenschaft in der Gesellschaft verankern. Wir müssen noch mehr fragen, wo sie das tägliche Leben berührt.“

„Die MS Wissenschaft bringt aktuelle Forschung direkt zu den Menschen. Sie zeigt anschaulich, woran Forschende bundesweit arbeiten, damit möglichst viele Menschen profitieren“, sagt Benedikt Fecher, Geschäftsführer von Wissenschaft im Dialog. „Wenn es um unsere Gesundheit geht, ist gute Wissenschaftskommunikation unverzichtbar. Die MS Wissenschaft macht komplexe medizinische Forschung durch interaktive Exponate und alltagsnahe Beispiele verständlich und erlebbar.“

Die Ausstellung greift zentrale Fragen der Medizin von morgen auf: Wie kann Künstliche Intelligenz dabei helfen, Knochenbrüche zu erkennen? Welche Krebstherapie schont gesunde Zellen? Wie können wir Gesundheitsdaten nutzen, um jeden Menschen individuell zu behandeln? Und wie sieht eine Medizin aus, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern stärker berücksichtigt?

An rund 30 Exponaten können Besuchende selbst aktiv werden – etwa Medikamente an einem künstlichen Organ testen, ihren Herzschlag per Kamera messen oder virtuell in den Operationssaal der Zukunft eintauchen.

Zum Tourplan

Wissenschaft im Dialog (WiD) realisiert die Ausstellung mit Unterstützung der hinter WiD stehenden Wissenschaftsorganisationen und im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Die Exponate kommen direkt aus der Forschung und werden unter anderem von Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft sowie aus DFG-geförderten Projekten und Hochschulen entwickelt. Der Aufenthalt in Österreich wird 2026 durch das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung sowie das Land Niederösterreich ermöglicht.