Medizin der Zukunft: Zehn Kommunikationsideen junger Forschender ausgezeichnet
Hochschulwettbewerb im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft: Je 10.000 Euro für Gewinnerteams aus Berlin, Erfurt, Jena, Kaiserslautern, Koblenz, München, Regensburg, Weingarten und Wuppertal
Wie werden neuartige Erreger erforscht? Welche Gesundheitsrisiken gehen von einem Hitzesommer aus? Wie hängen Ernährung und Darmgesundheit zusammen? Die Bandbreite der Fragen ist groß, zu denen junge Forschende im Hochschulwettbewerb 2026 Bürgerinnen und Bürger auf kreative Weise mit aktueller medizinischer Forschung in Kontakt bringen. Aus 220 Einreichungen im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft wurden die besten zehn Projektideen ausgezeichnet. Die Gewinnerteams erhalten jeweils 10.000 Euro Preisgeld, mit dem sie ihre Ideen bis Ende des Jahres 2026 realisieren können.
Die erfolgreichen Teams kommen aus ganz Deutschland und setzen auf unterschiedliche Kommunikationsformate – von einer Ausstellung über Kochabende bis hin zum Poesiewettbewerb. Mit dem gewonnenen Preisgeld können sie ihre Ideen nun umsetzen. Begleitend besuchen die Gewinnerteams Schulungen und Veranstaltungen von Wissenschaft im Dialog, unter anderem zu Wissenschaftskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Social Media, Storytelling und Veranstaltungsorganisation. Über ihre Fortschritte, Schwierigkeiten und Highlights bei der Projektumsetzung informieren die Teams regelmäßig auf Instagram und der Webseite des Hochschulwettbewerb.
Der Hochschulwettbewerb wird jährlich von Wissenschaft im Dialog (WiD) in Kooperation mit dem Bundesverband Hochschulkommunikation, der Hochschulrektorenkonferenz, der Jungen Akademie und in diesem Jahr auch der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) ausgerufen und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen des Wissenschaftsjahres gefördert.
Das sind die Gewinnerinnen und Gewinner
(Die Nennung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge der Hochschulstandorte. Die genannten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind Pressekontakte.)
Berlin
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Kontakt: Dr. Romy Greiner | Geschäftsbereich Unternehmenskommunikation | romy.greiner@charite.de | 030 450 570 609
Purpurnägel, ein immunologisches Rätselabenteuer
Ein Escape-Game gibt Schülerinnen und Schülern einen spielerischen Einblick in die Erforschung neuartiger Erreger. Sie schlüpfen in die Rolle von Forschenden und interpretieren Labordaten, um eine Pandemie zu verhindern. Dabei lernen sie Begriffe wie „Varianten“ und „Immunogenität“ besser kennen, um beispielsweise bewusste Impfentscheidungen treffen zu können.
Erfurt
Universität Erfurt
Kontakt: Carmen Voigt | Leiterin Hochschulkommunikation | pressestelle@uni-erfurt.de | 0361 737 5021
HeatFuture Lab Thüringen – HeatSound & Vision für die Medizin der Zukunft
Ein interaktiver Ausstellungsraum, in dem Besucherinnen und Besucher gemeinsam mit jungen Forschenden einen heißen Sommer im Jahr 2050 simulieren: Das ist die Idee eines Projektteams der Universität Erfurt. Ziel ist es, gesundheitliche Risiken durch Hitze mithilfe von Künstlicher Intelligenz visuell und akustisch anschaulich darzustellen und über präventive Maßnahmen zu diskutieren.
Jena
Universitätsklinikum Jena
Kontakt: Dr. Uta von der Gönna | Stv. Leiterin Unternehmenskommunikation | Uta.von_der_Goenna@med.uni-jena.de | 03641 9391108
Sepsis sichtbar machen – Street Art Workshop mit Jugendlichen
In einem Street-Art-Workshop nähern sich Jugendliche gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern, Pädagoginnen und Pädagogen und klinisch Forschenden der lebensbedrohlichen Komplikation Sepsis. Die Jugendlichen können ihre Gedanken in einer altersgerechten kreativen Form ausdrücken und Fachleuten Fragen stellen. Die Kunstwerke sollen im öffentlichen Raum dauerhaft das Thema Sepsis sichtbarer machen.
Kaiserslautern
Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Kontakt: Fabienne Bäcker | Press Relations Manager | fabienne.baecker@iese.fraunhofer.de | 0151 4436 5918
Mein Zwilling, meine Regeln – Ein Daten-Café zur Zukunft der Gesundheitsdaten
In dem mobilen Café „Mein Zwilling, meine Regeln" gestalten Bürgerinnen und Bürger auf öffentlichen Plätzen in Kaiserslautern und Karlsruhe ihren persönlichen digitalen Zwilling. Sie entscheiden, welche Gesundheitsdaten erfasst werden, welche Informationen privat bleiben und wer auf die Daten zugreifen kann.
Koblenz
Universität Koblenz
Kontakt: Christoph Asche | Referent Referat Kommunikation | christophasche@uni-koblenz.de | 0261 2871624
Verdichtete Pflege
Wie klingt Pflege, wenn sie selbst spricht? In einem bundesweiten Poesiewettbewerb sollen professionelle Pflegekräfte ihre Fragen und Perspektiven zur Medizin der Zukunft in Gedichten, als Rap oder Poetry Slam zum Ausdruck bringen. Ziel ist es, die Stimmen von Pflegekräften hörbar zu machen. Die Einreichungen werden von einer interdisziplinären Jury bewertet und die zehn besten Beiträge im Rahmen einer öffentlichen Abendveranstaltung präsentiert.
München
Technische Universität München
Kontakt: Prof. Dr. Jeanne Rubner | Vizepräsidentin Globale Kommunikation und Public Engagement der TU München | jeanne.rubner@tum.de | 089 28925283
Science Snack: Darmkrebsprävention für junge Menschen
Das Projekt „Science Snack” der TU München klärt über Darmkrebs auf, der zunehmend bei jungen Menschen auftritt. An mobilen Kochständen und interaktiven Kochabenden mit Auszubildenden und Studierenden wird der wissenschaftliche Zusammenhang von Ernährung, Mikrobiom und Darmgesundheit vermittelt.
Regensburg
Universität Regensburg
Kontakt: Bastian Schmidt | Pressereferent | presse@ur.de | 0941 943 5566
Un:sichtbare Barrieren
Eine multisensorische Installation aus Klang, Bild und Text soll Erfahrungen von Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung sichtbar machen. Besucherinnen und Besucher können in der Ausstellung Hürden im Gesundheitswesen nachempfinden und Lösungen und Forderungen zu ihrem Abbau formulieren.
Regensburg
Universität Regensburg
Kontakt: Matthias Dettenhofer | Pressereferent Universitätsklinikum Regensburg | kommunikation@ukr.de | 0941 944 31580
Technik und Teilhabe – Bionische Prothesen zwischen Hightech und Kunst
Mit Hilfe von Biosignalen und futuristischen Roboterarmen Gitarre spielen oder malen? In einer interaktiven Ausstellung lernen Besucherinnen und Besucher, wie Signale verbliebener Muskeln Prothesen steuern. Sie erleben unmittelbar, was die Möglichkeiten und Grenzen hochmoderner Technik sind und welche Auswirkungen Prothesen auf Körperbild, Teilhabe und Stigmatisierung haben.
Weingarten
Hochschule Ravensburg-Weingarten
Kontakt: Christoph Oldenkotte | Leiter Öffentlichkeitsarbeit | pressestelle@rwu.de | 0751 501 9526
PflegeZukunft2050 – Häusliche Pflege für Menschen mit Demenz und ihrer beteiligten Personen weiterentwickeln
Ein Theaterstück bringt Forschung zu osteuropäischen Haushaltshilfen, die Menschen mit kognitiven Einschränkungen pflegen, auf die Bühne. Realitätsnahe Szenen zeigen Rollenunklarheiten, Kommunikationsprobleme und Belastungen in der häuslichen Pflege. Das Publikum ist eingeladen, Dialoge zu unterbrechen, Rollen zu übernehmen und Alternativen zu entwickeln.
Wuppertal
Bergische Universität Wuppertal
Kontakt: Corinna Dönges | Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | presse@uni-wuppertal.de | 0202 439 3047
Future Health under (Self-)Surveillance. Überwachung von Körper und Psyche in Literatur und Alltagspraxis
In interaktiven Formaten wie einer Schreibwerkstatt oder einem gemeinsamen Leseabend verfassen, hören und diskutieren Bürgerinnen und Bürger Geschichten und Literatur im Spannungsfeld von Fürsorge, Vorsorge und Kontrolle in der Medizin. Dabei geht es unter anderem um Zukunftsbilder zur Überwachung in der Pflege oder die Therapie mithilfe Künstlicher Intelligenz.
Weitere Informationen zum Wettbewerb: hochschulwettbewerb.net
Weitere Informationen zum Wissenschaftsjahr: wissenschaftsjahr.de
Ihr Kontakt bei WiD:
Hanna Strub
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 017647182945
hanna.strub@w-i-d.de