Audios und Videos zu aktueller Forschung prämiert
Wissenschaft im Dialog kürt Preisträgerinnen und Preisträger aus Bochum, Frankfurt, Hamburg, Hürth, Karlsruhe, Leipzig, Tübingen, Wien und Wuppertal im Multimedia-Wettbewerb Fast Forward Science
Was ist digitale Gewalt? Wie entstanden die ersten Teilchenbeschleuniger in Deutschland? Enthalten Glas- oder Plastikflaschen mehr Mikroplastik? Die thematische Bandbreite der Beiträge im Multimedia-Wettbewerb Fast Forward Science von Wissenschaft im Dialog und dem Stifterverband ist groß. Ziel ist es, Multimedia-Formate zu fördern, die aktuelle Forschung kreativ und zielgruppengerecht aufbereiten. Die Jury wählte dieses Jahr aus 168 Beiträgen ihre Favoriten aus. Dabei wurden in den Hauptkategorien (Young Scientist Award und Audio Award) Preisgelder in einer Höhe von insgesamt 9.000 Euro verliehen. In den Sonderkategorien (Bestes Debüt Audio und Bestes Debüt Video) waren professionelle Fortbildungsangebote zu gewinnen.
Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger im Überblick:
Young Scientist Award Short
In der Kategorie Young Scientist Short (Videoformate bis drei Minuten) konnte sich die Social Media Managerin Yasmin Molls aus Hürth durchsetzen. In ihrem Instagram-Video Digitale Gewalt erklärt sie, was Gewalt im Netz charakterisiert, wer besonders betroffen ist und welche Maßnahmen zur Prävention die Forschung sieht. Den zweiten Platz belegte der Physiker und Mathematiker Marty Krause-Wiegand von der Universität Wuppertal mit seinem Instagram-Video Die Zukunft der Krebs-Früherkennung. Darin erläutert er, wie zukünftig mittels Lasertechnik krankhafte Veränderungen im Blut früher erkannt werden könnten.
Young Scientist Award Long
Die Kategorie Young Scientist Long (Videoformate ab drei Minuten) gewann die Biologin Dr. Miriam Mulorz aus Frankfurt mit ihrem YouTube-Video Der Gender Health Gap. Der Beitrag widmet sich der geschlechtsspezifischen Datenlücke im Gesundheitssystem und macht anschaulich, welche Folgen sie haben kann. Zweitplatzierter wurde der Masterstudent Vincent Boger vom Karlsruher Institut für Technologie. In seinem YouTube-Video Die Wissenschaft hinter der Mammut-Maus analysiert er die wissenschaftlichen und medialen Hintergründe eines umstrittenen Vorhabens, das Mammut mittels gentechnisch veränderter Mäuse wiederzubeleben. Beide konnten bereits in der Vergangenheit überzeugen und wurden 2025 bzw. 2024 jeweils mit dem Sonderpreis für das beste Debüt-Video ausgezeichnet.
Audio Award
Den ersten Preis für den besten Hörbeitrag gewannen Kristin Müller, Jana Rogmann und Till Tognino von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg mit ihrer Podcastfolge Die Entdeckermaschine. In dem Hörstück sprechen sie mit dem Physiker Dr. Paul Söding über die Entwicklung und Funktionsweise von Teilchenbeschleunigern am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY). Den zweiten Platz belegten Anna Köhler und Carolin Volz vom RHET AI Center in Tübingen in Zusammenarbeit mit den Moderatoren Stefan Titze und Florentin Will mit der Podcastfolge KI-Experiment Auflösung. Darin besprechen sie Chancen, Grenzen und ethische Fragen von vollständig mit Künstlicher Intelligenz produzierten Beiträgen.
Sonderpreis: Bestes Debüt Video
Die Sonderpreise für die besten Debüt-Beiträge in den Kategorien Video und Audio werden an Newcomerinnen und Newcomer verliehen, deren Kanal weniger als zwölf Monate alt ist. Den ersten Preis in der Kategorie Bestes Debüt Video gewann Bernadette Mederer, Doktorandin am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig, mit ihrem Instagram-Video Microplastics in glass bottles. Sie spricht darin über die Erkenntnis, dass Glasflaschen mehr Mikroplastik enthalten als Plastikflaschen. Die Doktorandin Sarah Boysen von der Ruhr-Universität Bochum belegte mit ihrem Instagram-Reel Die Macht der Standardsprache den zweiten Platz. Sie erläutert, warum wir statt von Hochdeutsch besser von Standarddeutsch sprechen sollten und wie sprachliche Normen gesellschaftliche Macht prägen.
Sonderpreis: Bestes Debüt Audio
Wie beeinflussen uns Mikroben? Über diese Frage haben Thomas Zauner und Francesca Grandolfo aus Wien mit mehreren Forschenden gesprochen. Für ihre rund halbstündige Folge wurden sie mit dem ersten Preis in der Kategorie Bestes Debüt Audio ausgezeichnet. Der zweite Preis ging an Julia Ritter von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien. In ihrer Podcastfolge Krapfen, Sisi-Kult und Turnunterricht wagt sie zusammen mit einer Historikerin eine Zeitreise in die Habsburgermonarchie und erklärt unter anderem, warum junge Adelsfrauen in Turnen, Geschichte und Geographie unterrichtet wurden.
Der Young Scientist Award wurde in Partnerschaft mit dem Deutschen Zukunftspreis vergeben. Die Sonderpreise wurden gemeinsam mit dem Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation verliehen. Unterstützer des Multimedia-Wettbewerbs Fast Forward Science sind die Akademienunion, das Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, der Luxembourg National Research Fund und Science et Cité.
Alle Informationen rund um den Wettbewerb und die Preisträgerinnen und Preisträger finden Sie auf fastforwardscience.de und auf dem Instagram-Kanal @fastforwardscience.
Bei Interesse vermitteln wir gerne Interviewpartnerinnen- und partner.
Ihr Kontakt bei Wissenschaft im Dialog (WiD):
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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hanna.strub@w-i-d.de
Projekt Fast Forward Science
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